Das Modellprojekt Kamil 2.0 hat das Ziel, junge Musliminnen und Muslime durch einen ganzheitlichen Präventionsansatz effektiv und nachhaltig vor extremistischen, islamistisch begründeten demokratiefeindlichen Narrativen zu schützen.

Als vielfältiges junges Team haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, unsere Zielgruppe durch gezielte, bedarfsorientierte und methodisch vielfältige politische Bildung in Reflexion und Argumentation zu stärken. Hierbei ist es wichtig, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf möglichst vielen Ebenen zu erreichen, weshalb auch erlebnispädagogische Angebote geschaffen werden.

Ein weiterer bedeutender Faktor in der muslimischen Jugendarbeit ist die Bindungsarbeit, die durch Aufbau und Pflege persönlicher Beziehungen der pädagogischen Mitarbeiter zu den Jugendgruppen – oder viel mehr den Einzelpersonen in diesen – geleistet werden soll. Es gilt, den jeweiligen Jugendlichen als Ansprechperson verfügbar zu sein, um ihre Fragen beantworten und ihnen bei etwaigen Problemen behilflich sein zu können.

UNSERE ZIELE

Als Projekt, das im Rahmen der Prävention „gewaltbereiten Islamismus‘“ verortet ist, spielt die Auseinandersetzung mit dem bestehenden Diskurs darüber wie auch über Präventionstheorien an sich eine wesentliche Rolle im projekteigenen Präventionsansatz. Hierbei verfolgt KAMIL 2.0 sein Präventionsziel durch Bildungs- und Bindungsarbeit, die schließlich in der Befähigung zur Bildung eigener, kohärent argumentierter Standpunkte münden sollen.

Politische Bildung, die weder die offene und kritische Auseinandersetzung mit der eigenen religiösen Tradition noch die Thematisierung zeitgenössischer Fragestellungen fürchtet, vermittelt von kompetenten Personen unter Anwendung zielführender Methoden, ist tatsächliche und wirksame Prävention, die keineswegs eines generalisierenden Vorwurfs der Gefährdung bedarf. Entscheidend für den Erfolg ist dabei die theoriebasierte Vor-, Auf- und Nachbereitung relevanter Inhalte, für die die Prinzipien der politischen Bildung maßgeblich sind, im Besonderen die Einhaltung der didaktischen Leitgedanken des Beutelsbacher Konsenses.

Ein weiteres Standbein unserer Arbeit ist die sogenannte Jungen- und Mädchenarbeit. In dieser sollen geschlechtsspezifische Bedarfe erkannt und von einer Bezugsperson desselben Geschlechts gedeckt werden.

UNSERE ZIELGRUPPEN

JUGENDLICHE & KINDER AB 13 JAHREN

Junge Erwachsene

Multiplikatorinnen & Multiplikatoren

Imame & Funktionäre

UNSERE ANGEBOTE

Wöchentliche Gruppenangebote

Aufklärungs-angebote

Fortbildung für Funktionäre

Einzelgespräche mit jugendlichen

UNSER TRÄGER

Das Bündnis der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland e.V. (BIG e.V.) ist ein Zusammenschluss von 16 Moscheegemeinden in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Insgesamt engagieren sich über 800 Menschen ehrenamtlich in den Gemeinden des BIG e.V., welches etwa 7.200 Mitglieder in sich beheimatet. Mit seinen Aktivitäten erreicht das Bündnis über seine Vereine und Initiativen wöchentlich im Durchschnitt ca. 28.000 Musliminnen und Muslime sowie zahlreiche Nichtmuslime, die von den verschiedenen Angeboten profitieren können. An den Wochenenden werden in den Moscheen des BIG e.V.  etwa 3.500 Kinder in ihrer Religion unterrichtet und mit seinen offenen Jugendangeboten erreicht das Bündnis wöchentlich bis zu 2.000 Jugendliche.

Moscheegmeinden

Ehrenamtler

Mitglieder

Schüler*innen

KONTAKT

9 + 15 =

Telefon

+49 (40) 24 56 29

E-Mail

info[at]kamil-hamburg.de

Anschrift

Böckmannstrasse 5

20099 Hamburg

Böckmannstrasse 5
20099 Hamburg

FÖRDERUNG

Das Projekt wird gefördert durch das Programm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und durch die Freie und Hansestadt Hamburg (Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration).